4 Systeme, die deine Bewegung und Schmerzen bestimmen

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Coach hält anatomisches Gehirnmodell in den Händen – Symbolbild für die Rolle des Nervensystems bei chronischen Schmerzen und Bewegung.

Lies das, wenn du trotz Therapie immer noch Schmerzen hast:

Du warst schon bei der Physiotherapie, beim Osteopathen oder hast sogar MRTs gemacht?

Vielleicht hast du Schmerzmittel genommen, aber der Schmerz kommt immer wieder?

Dann liegt das Problem nicht an deinem Durchhaltevermögen.

Sondern daran, dass dein Körper wie ein System funktioniert. Und genau dort setzt dieser Beitrag an.

Bewegung entsteht im Gehirn – nicht im Muskel

Damit du dich sicher und schmerzfrei bewegen kannst, braucht dein Gehirn drei Dinge:

  • eine klare Vorstellung davon, wo du bist
  • zuverlässige Informationen darüber, wie dein Körper ausgerichtet ist
  • und die Sicherheit, genug Energie für Bewegung zu haben

Diese Informationen kommen aus vier zentralen Systemen deines Körpers.

Wenn hier Unsicherheit entsteht, schaltet dein Nervensystem automatisch in den Schutzmodus – oft in Form von Spannung, Schonhaltung oder Schmerzen.

Atmung – dein Regulationssystem

Atmung ist weit mehr als Sauerstoff. Sie steuert dein Nervensystem.

Wenn du flach, hektisch oder dauerhaft durch den Mund atmest, reagiert dein System mit:

  • weniger Energieverfügbarkeit
  • höherem Stresslevel
  • schlechterer neuronaler Verarbeitung

Ergebnis: Deine Bewegung wird unsicher, deine Reizschwelle sinkt – Schmerzen nehmen zu.

Funktionelles Atemtraining ist daher einer der wichtigsten Hebel bei chronischen Beschwerden.

Vestibuläres System – dein Gleichgewichtssinn

Das Gleichgewichtssystem sitzt im Innenohr und es entscheidet darüber, ob dein Gehirn deinem Körper Stabilität zutraut.

Wenn es hier zu Störungen kommt, z. B. nach Unfällen, bei schlechter Haltung oder durch fehlende Bewegung, zeigt sich das oft durch:

  • Schwindel
  • Gangunsicherheit
  • Nackenverspannung
  • Kieferprobleme
  • chronische Kopfschmerzen

Die vestibuläre Verarbeitung ist eng mit Augen und Muskeln verknüpft und häufig ein unterschätzter Trigger bei funktionellen Beschwerden.

Visuelles System – deine Augen steuern Bewegung

Augen sind mehr als Sehhilfen. Sie sind zentrale Steuerungsorgane für dein Gehirn.

Wenn deine Augen z. B. nicht korrekt zusammenarbeiten, können Probleme entstehen wie:

  • Spannungskopfschmerzen
  • Schwindel
  • Migräne
  • Nackenverspannungen
  • Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Konzentrationsprobleme
  • Koordinationsstörungen
  • u.v.m.

In der Praxis zeigt sich das z. B. durch gestörte Konvergenz, Fixationsprobleme oder fehlerhafte Augenbewegungen.

Das Gehirn bekommt „unscharfe“ Informationen und reagiert mit Schutzspannung.

Gezielte Rezeptorarbeit am Auge kann genau hier ansetzen, oft mit erstaunlicher Wirkung.

Propriozeption – dein Bewegungssinn

Propriozeption beschreibt die Fähigkeit deines Körpers, sich selbst zu spüren:

– Wo stehen meine Gelenke?

– Wie viel Spannung herrscht im Muskel?

– Wie schnell bewege ich mich?

Rezeptoren in deinen Füßen, Knien, der Wirbelsäule und den Händen geben diese Informationen weiter.

Sind sie verzerrt (z. B. durch Narben, Blockaden oder Inaktivität), reagiert dein Nervensystem mit Unsicherheit, was sich in Bewegungseinschränkungen, Ausweichmustern oder Schmerzen zeigt.

 Fazit: Alles hängt zusammen

Dein Nervensystem verarbeitet jeden Moment eine riesige Menge an Informationen.

Wenn eines der vier Systeme unsauber arbeitet, entsteht Unsicherheit und dein Gehirn antwortet mit Schutz:

  • in Form von Spannung
  • Schonhaltung
  • Reizempfindlichkeit
  • oder chronischen Schmerzen

Deshalb reicht es nicht, nur am Schmerzpunkt zu behandeln.

In meinem Coaching analysieren wir gemeinsam, welches System aus dem Gleichgewicht geraten ist und mit welchen Reizen du dein Nervensystem wieder in Sicherheit bringen kannst.

Interesse geweckt?

Wenn du herausfinden möchtest, was deinem Körper wirklich fehlt, melde dich gern für einen Ersttermin.

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