Stress – der oft unterschätzte Krankmacher

Zu große Belastungen im Berufsleben, hohe familiäre Anforderungen oder auch zu hohe Ansprüche an sich selbst. Meist ist es ein Mix aus vielen Dingen, der das Fass zum überlaufen bringt. 

Täglich sind wir von massig Informationen und Reizen umgeben. Schon diese Reizüberflutung macht vielen Menschen zu schaffen. Wenn wir glauben, einer Aufgabe nicht gewachsen zu sein, entsteht Stress.

Grundsätzlich ist Stress nichts schlechtes. Vielmehr ist er ein Mechanismus, welcher den Körper auf Kampf oder Flucht einstellt. Nur so konnten wir früher wilden Tieren oder anderen Gefahren entkommen. Die Stressreaktion läuft heute noch immer gleich ab. Nur müssen wir in den seltensten Fällen vor wilden Tieren weglaufen oder gegen irgendjemanden oder irgendetwas kämpfen.

Wenn wir heute beispielsweise im Büro sitzen und uns über ein Telefongespräch ärgern, brauchen wir die vom Körper bereitgestellte Energie nicht. Sollten die stressigen Momente nur von kurzer Dauer sein ist dies unbedenklich. Der Körper baut diese dann einfach wieder ab. Die Anspannung und Aufregung lässt nach, Erholungs- und Ausgleichsphasen folgen.

Leider summieren sich bei vielen Menschen diese „kurzen“ Stressmomente. Gleichzeitig gönnen wir unserem Körper viel zu wenig Ruhephasen. Und damit meine ich nicht auf der Couch liegen und Netflix schauen..

Dauerstress kann zu vielen gesundheitlichen Schäden führen wie z.B.:

  • Bluthochdruck
  • Verdauungsbeschwerden
  • erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • Spannungskopfschmerzen
  • Schwächung des Immunsystems
  • Depressionen u.v.m.

Oftmals merken wir selbst viel zu spät wie hoch unser „Stresslevel“ bereits ist. Bei starkem oder anhaltendem Stress ziehen wir uns häufig aus sozialen Interaktionen zurück und werden reizbar und feindselig.

Die Notwendigkeit von Stressmanagement

Oftmals hilft es schon eine Prioritäten-Liste oder To-Do-Liste zu führen. hier behält man einerseits den Überblick und zum anderen macht man sich selbst deutlich, wie viel man schon erledigt hat. Sehr oft sehen wir immer nur die Arbeit oder die Probleme die vor uns liegen und vergessen, was wir alles schon erreicht haben. Dies sollten wir uns immer wieder bewusst machen.

Jedoch ist gerade in der heute immer stressiger werdenden Zeit ein Stressmanagement unabdingbar um langfristig belastbar zu bleiben. Hierfür gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten, welche alle ihre Vor- und Nachteile haben wie z.B. Yoga, Pilates, Meditation, progressive Muskelentspannung uvm.

Ich möchte dir hier eine Möglichkeit aufzeigen, welche du super einfach in deinen Alltag integrieren kannst.  Hierbei solltest du der Atmung etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Denn Atmen ist weit mehr, als nur der Gasaustausch im Körper.

Gerade in stressigen Situationen neigen wir dazu, viel zu flach und/oder zu hektisch zu atmen. Dies kann dazu führen, dass unser Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Wenn wir dagegen richtig atmen, beruhigen und entspannen wir uns automatisch. Damit ist die Atmung hervorragend geeignet, um eine höhere Stressresistenz zu entwickeln.

Baue folgende Übung in deinen Tagesablauf ein: 

Nimm dir dreimal am Tag für 1 Minute Zeit. Schließe deine Augen und konzentriere dich in dieser Zeit nur auf deine Atmung. Atme 1 Minute lang tief ein und aus.

Wichtig:

Stress ist etwas sehr individuelles. Er wird von Mensch zu Mensch unterschiedlich interpretiert und bewertet. Was für dich selbstverständlich ist, kann für dein Gegenüber schon ein großer Stressfaktor darstellen.

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